Kinder in der Trennung

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Mama und Papa trennen sich. Was bedeutet das für die Kinder? Die heile Welt in den Augen der Kinder bricht von einem Tag auf den anderen auseinander. Kinder und Jugendliche sehen eine Trennung oder Scheidung eher selten als Neubeginn an, denn sie bringt oft erhebliche Änderungen mit sich, die sich auf das Alltagsleben der Kinder auswirken. Nicht nur in persönlicher Hinsicht, sondern auch in finanzieller Hinsicht prägt eine Scheidung das Verhältnis zum Kind. Wenn Mami und Papi auf einmal nicht mehr zusammenleben und sich womöglich schwer tun mit der Kommunikation, leiden die Kinder am meisten darunter.

Die Reaktionen der Kinder auf die Trennung/Scheidung können sehr unterschiedlich sein. Dies kommt vor allem daher, dass Kleinkinder und Jugendliche Dinge unterschiedlich wahrnehmen. Manche Kinder reagieren frech und aggressiv, andere wiederum werden von Schuldgefühlen geplagt oder leiden unter einem Loyalitätskonflikt. Ja, auch Kinder fragen sich, weshalb es wohl so weit gekommen ist. Nicht wenige fragen sich dabei, ob etwa sie an der Trennung/Scheidung schuld sind.

Was können Sie also als Eltern unternehmen? Als aller Erstes: Halten Sie die Kinder aus Ihren Streitereien unter sich fern. Nehmen Sie sich Zeit und suchen Sie das Gespräch mit Ihren Kindern. Wenn immer möglich sollten Sie dies gemeinsam als Eltern tun. Versuchen Sie, sich in die Situation Ihres Kindes/Ihrer Kinder zu versetzen. Beobachten Sie das Verhalten der Kinder und fragen Sie nach, wenn Sie besorgt um das Wohl Ihrer Kinder sind. Kommunikation ist bei einer Scheidung ein Schlüsselelement. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, sprechen Sie aber auch mit anderen Bezugspersonen wie Lehrer oder Bekannte. Informieren Sie Ihre Kinder über die Veränderungen, welche auf sie zukommen: möglicherweise ein neuer Wohnort mit einer neuen Schule, oder finanzielle Einschränkungen.

Es auch ist sehr wichtig, dass Sie die Meinung ihres Kindes an erste Stelle setzen. Bei Fragen der Zuteilung der Obhut beispielsweise haben vor allem Jugendliche ein Mitspracherecht. Und auch sonst sollten Sie Ihre Kinder bei wichtigen Entscheidungen miteinbeziehen.

Gehen Sie zu wenig auf Ihr Kind zu und ein, kann es sein, dass sich Ihr Kind immer weiter von Ihnen distanziert, denn es fühlt sich benachteiligt oder gar ausgeschlossen. Bei Jugendlichen führt dies oft zu Kontaktabbruch zu einem Elternteil. Dies gilt wenn immer zu vermeiden.

Vermeiden Sie denn auch, Ihren Partner vor Ihrem Kind schlecht zu machen und löchern Sie Ihre Kinder nicht mit Fragen über das Befinden des anderen Elternteils. Dadurch gerät das Kind immer tiefer in einen Loyalitätskonflikt und fühlt sich unwohl.

To-Do’s für Eltern:

  • Nehmen Sie Rücksicht auf die Bedürfnisse Ihrer Kinder.
  • Zeigen Sie viel Geduld.
  • Suchen Sie das Gespräch und bleiben Sie dabei auf neutralem Boden.
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